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Die Gesundheitsministerin erklärte, dass die Fabrik stark überwacht wird, da es zu Arbeitsunfällen bei Tesla kam


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Bild: Tesla

Bei Teslas deutscher Elektroauto-Fabrik in Brandenburg sollen sich Arbeits- und Umweltunfälle häufen. Das hat eine Recherche des Stern ergeben. Die Brandenburger Landesregierung wies nun Vorwürfe einer unzureichenden Kontrolle des Standorts zurück. Eine auffällige Häufung von Arbeitsunfällen gebe es nicht.

„Es gibt in ganz Brandenburg kein Unternehmen und keine Großbaustelle, die intensiver und häufiger kontrolliert worden ist als die Tesla-Baustelle und das Tesla-Unternehmen“, sagte die Gesundheitsministerin des Landes, Ursula Nonnemacher (Grüne), im Gesundheitsausschuss des Landtags. Man behandele den US-Konzern wie jedes andere Unternehmen in Brandenburg und gehe jedem Hinweis, auch anonymen, auf Verstöße gegen Arbeitsschutzbestimmungen nach.

Die Tesla-Fabrik wurde laut dem zuständigen Abteilungsleiter im Landesamt, Marian Mischke, in der Bauphase wöchentlich kontrolliert. Inzwischen fänden Besichtigungen etwa alle zwei Wochen statt, hinzu kämen alle sechs bis acht Wochen anlassbezogene Kontrollen ohne Ankündigung.

Verglichen mit anderen Automobilherstellern gebe es bei Tesla keine auffällige Häufung von Arbeitsunfällen, sagte Mischke. Bei der Beurteilung müsse auch berücksichtigt werden, dass es bei dem Elektroautohersteller einen Parallelbetrieb von Baustelle und Produktion gebe. Und beim Bau der Fabrik seien mehrere Hundert unterschiedliche Firmen tätig gewesen.

Nach im September veröffentlichten Recherchen des Stern ereignen sich bei Tesla in der Gemeinde Grünheide nahe Berlin viele Arbeitsunfälle, darunter schwere und schwerste. Es sei auch zu vielen Umweltunfällen gekommen. Der Bezirksleiter der IG Metall für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Dirk Schulze, sagte dem Magazin: „Diese Häufigkeit an Arbeitsunfällen ist nicht normal.“ Es handele sich um ein Mehrfaches dessen, was in anderen Automobilfirmen üblich sei. „Ich habe die größte Sorge, dass irgendwann jemand zu Tode kommt.“

Eine Vielzahl gefährlicher Umweltunfälle gefährde nach Expertenmeinung die Trinkwasserversorgung der gesamten Region, so der Stern-Bericht weiter. Das Landesamt für Umwelt bestätigte dem Magazin, dass es seit der Werkseröffnung insgesamt 23 Havarien auf dem Gelände gab. Außerdem berichteten Zeugen von weiteren Fällen, die den Behörden offenbar unbekannt sind. Die Umwelt-Havarien haben nach Angaben des Landkreises Oder-Spree jedoch keine negativen Folgen für das Grundwasser gehabt.

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