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Erst begeistert, dann verloren: NFTs sind verschwunden 95 % der digitalen Besitzurkunden sind wertlos


Noch vor wenigen Monaten erzielten die NFTs von Beeple und Bored Apes Millionenpreise. Doch die aberwitzigen Notierungen zeugten von einer riesigen Spekulationsblase, die nun zu platzen scheint. Das zeigt eine aktuelle Studie von DappGambl.

NFT-Affen

NFT-Affen: Bored Ape Yacht Club NFTs sind teilweise nur noch Bruchteile des Preises aus der Hype-Phase wert

Millionenbeträge für Kunstwerke, die im digitalen Raum herumschwirren und von denen mir jemand sagt, sie seien einzigartig? Das klingt fast wie eine surreale Börsengeschichte, die mich an die Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts erinnert, als der Preis einer Tulpenzwiebel angeblich den Gegenwert eines Hauses erreichte, bevor die Spekulationsblase schließlich platzte. Ähnliche Summen wurden in der jüngeren Vergangenheit für NFTs verlangt und bezahlt.

NFT-Kunst: Vom Millionenmarkt zum Preiskollaps

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Bayerischer Rundfunk

Das virtuelle Kunstwerk „Everydays: The First 5000 Days“ des Digitalkünstlers Beeple ist das teuerste jemals verkaufte NFT. Allerdings sind die Gebote für das einst 69 Millionen US-Dollar teure Werk inzwischen auf eine Handvoll Dollar zusammengeschrumpft. Der Verkauf des Kunstwerks markierte den vorläufigen Höhepunkt des NFT-Hypes im März 2021, als sich Spekulanten wie im Goldrausch auf die begehrten NFTs gestürzt und die Preise immer weiter in die Höhe getrieben hatten.

Besonders beliebt waren computergenerierte Portraits von Figuren wie den berühmten Cartoon-Affen des Bored Ape Yacht Clubs. Mit dem plötzlichen Platzen der NFT-Blase im Jahr 2022 kam jedoch die schmerzhafte Ernüchterung. Selbst die Preise von Kunstwerken, die einst als unbezahlbar galten, fielen wie Steine. Ein drastisches Beispiel ist Justin Biebers Affen-NFT, dessen Wert im Jahr 2022 auf stolze 1,3 Millionen US-Dollar geschätzt wurde. Mit knapp 60.000 Dollar ist davon heute nur noch ein Bruchteil übrig. 

Die gefährliche Illusion des NFT-Reichtums

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Finanztip

Eine kürzlich veröffentlichte Studie von DappGambl, einem auf Kryptowährungswetten spezialisierten Unternehmen, wirft ein beunruhigendes Licht auf den aktuellen Zustand des NFT-Marktes. Die Analyse von mehr als 73.000 NFT-Kunstsammlungen hat ergeben, dass rund 23 Millionen Menschen NFTs besitzen. Die meisten davon sind heute praktisch wertlos und haben einen Wert von null Ether. Ether ist der Name einer gängigen Kryptowährung. Weniger als ein Prozent der Werke kommen auf einen Preis von mehr als 6.000 US-Dollar, was im krassen Gegensatz zu den Millionentransaktionen vor nur zwei Jahren steht.

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Von den 8.850 Werken, die einst als Top-Sammlungen nach Marktwert gefeiert wurden, sind heute 18 Prozent wertlos, 41 Prozent haben einen Wert zwischen fünf und 100 US-Dollar. Noch alarmierender ist die Tatsache, dass inzwischen 79 Prozent aller NFTs unverkauft bleiben, was zu einem weiteren Preisverfall führen könnte.

Diese Entwicklung zeigt deutlich die volatile und unsichere Natur des NFT-Marktes. Was einst als digitale Goldgrube galt, erweist sich als ein finanzielles Minenfeld, in dem der Wert so schnell an Boden verlieren kann, wie er zuvor in die Höhe geschnellt ist. Für Anleger und Kunstliebhaber gleichermaßen ist dies ein unmissverständlicher Hinweis, dass die Welt der NFTs und digitalen Kunstwerke zwar Potenzial bietet, aber auch erhebliche Risiken birgt, die nicht leichtfertig übersehen werden sollten, so die Experten von DappGamble.

Auswirkungen auf die Umwelt nicht zu unterschätzen

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Mike Hager

Hinzu kommen die Umweltauswirkungen des gesamten Kryptomarktes, der aus Kryptowährungen und NFTs besteht. Diese gesamte digitale Industrie verbraucht große Mengen an Energie, die letztlich aus Stromquellen stammen muss. Im Vergleich zu herkömmlichen Kryptowährungen verbrauchen NFTs zwar weniger Energie, aber ihre Zertifizierung als „einzigartiges“ digitales Gut erfordert eine Transaktion auf der Blockchain. Dieser Prozess erfordert eine beträchtliche Serverleistung und führt daher zu einem nicht unerheblichen Energieverbrauch.

Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass unverkaufte NFTs eine beträchtliche Menge an Strom verschwenden, ohne einen erkennbaren Mehrwert zu generieren, nicht einmal für ihre Schöpfer. Nach den Erkenntnissen von DappGambl tragen nicht genutzte NFTs zur Erzeugung von mehr als 16.000 Tonnen CO₂-Emissionen bei. Dies entspricht in etwa dem jährlichen CO₂-Ausstoß von mehr als 2.000 durchschnittlichen Haushalten in den USA.

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Author: Juan Erickson

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